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Bonding Extensions selber machen: Anleitung & Tipps

Bonding Extensions selber machen ist grundsätzlich möglich, erfordert aber sorgfältiges Arbeiten, das passende Werkzeug und eine saubere Abteilung der Eigenhaarsträhnen. Da Keratinbondings mit Wärme befestigt werden und mehrere Wochen bis Monate im Haar bleiben können, entscheidet die richtige Einarbeitung wesentlich über Tragekomfort und Haltbarkeit.

Wenn du noch keine Erfahrung mit Bonding Extensions hast, ist es sinnvoll, dir beim Einsetzen helfen zu lassen oder die Einarbeitung professionell durchführen zu lassen. Besonders am Hinterkopf ist eine gleichmäßige Platzierung alleine nur schwer zu kontrollieren.

Was brauchst du zum Einsetzen von Bonding Extensions?

Für die Einarbeitung benötigst du neben den passenden Bonding Extensions eine dafür vorgesehene Wärmezange, einen Stielkamm zum sauberen Abteilen, Clips zum Fixieren der Haare und eine Schutzschablone für die Kopfhaut beziehungsweise die umliegenden Haare.

Verwende Werkzeuge, die ausdrücklich für Keratinbondings geeignet sind. Temperatur und Anwendung können sich je nach Bonding und Gerät unterscheiden. Deshalb solltest du dich an die Angaben des jeweiligen Herstellers halten und nicht mit pauschalen Erhitzungszeiten arbeiten.

Vorbereitung: Eigenhaar und Menge planen

Vor dem Einsetzen sollte das Eigenhaar sauber, vollständig trocken und frei von öligen oder stark pflegenden Rückständen im Ansatzbereich sein. Plane außerdem vorab, wie viele Strähnen beziehungsweise wie viel Haar du für dein gewünschtes Ergebnis benötigst.

Wie viel Haar sinnvoll ist, hängt unter anderem von Eigenhaardichte, Ausgangslänge und gewünschter Verdichtung oder Verlängerung ab. Eine ausführliche Orientierung findest du in unserem Ratgeber „Wie viele Extensions brauche ich?“.

Bonding Extensions selber einsetzen: Schritt für Schritt

1. Haare sauber abteilen

Beginne im unteren Hinterkopfbereich und arbeite dich Reihe für Reihe nach oben. Teile eine saubere horizontale Partie ab und stecke das übrige Haar weg. Zum sichtbaren Haaransatz, Scheitel und zu den Konturen sollte ausreichend Abstand bleiben, damit die Verbindungsstellen später vom Eigenhaar bedeckt werden können.

2. Passende Eigenhaarsträhne auswählen

Die Eigenhaarsträhne muss zur Größe und zum Gewicht der Extensions-Strähne passen. Eine zu feine Eigenhaarsträhne kann unnötig belastet werden, während eine zu große Strähne die Verbindung erschwert. Entscheidend ist eine gleichmäßige Verteilung ohne Zug oder Spannung.

3. Bonding positionieren

Lege eine Schutzschablone an und positioniere das Keratinbonding mit einem angemessenen Abstand zur Kopfhaut. Die Verbindung sollte nicht direkt auf der Kopfhaut sitzen und das Eigenhaar muss sich nach dem Einsetzen natürlich bewegen können.

4. Keratin erwärmen und formen

Erwärme das Bonding mit einer geeigneten Wärmezange entsprechend den Vorgaben für das verwendete Keratin und das Gerät. Sobald das Keratin ausreichend formbar ist, wird die Verbindung sauber um die Eigenhaarsträhne geformt.

Das Bonding sollte kompakt und gleichmäßig geschlossen sein, ohne scharfe Kanten oder überstehendes Keratin. Arbeite zügig, aber nicht hektisch, und erwärme die Verbindung nicht länger oder stärker als erforderlich.

5. Reihen gleichmäßig weiterarbeiten

Setze die Strähnen mit ausreichendem Abstand zueinander und zur nächsten Reihe ein. Eine versetzte Anordnung kann helfen, das Haar gleichmäßig zu verteilen und sichtbare Lücken zu vermeiden. Im oberen Kopfbereich und an den Seiten ist besonders wichtig, dass genügend Deckhaar über den Verbindungen bleibt.

Wie nah dürfen Bondings an die Kopfhaut?

Bondings sollten nicht direkt an der Kopfhaut befestigt werden. Das Eigenhaar benötigt Bewegungsfreiheit, damit beim Schlafen, Bürsten und bei alltäglichen Bewegungen kein permanenter Zug entsteht. Der passende Abstand hängt auch von Haarstruktur, Bondinggröße und Platzierung ab.

Wenn eine Verbindung spannt, drückt oder beim Bewegen des Haares unangenehm zieht, sollte sie kontrolliert und gegebenenfalls neu eingesetzt werden.

Mini Bondings bei feinem Haar

Bei feinerem Haar können kleinere Verbindungsstellen sinnvoll sein. Dabei ist jedoch nicht nur die Größe des Bondings entscheidend, sondern auch, dass Gewicht und Eigenhaarsträhne zueinander passen. Einfach möglichst kleine Strähnen einzusetzen ist daher nicht automatisch schonender.

Mehr dazu erklären wir in unserem Ratgeber zu Mini Bonding Extensions und dem Teilen von Bondings.

Typische Fehler beim Bonding Extensions selber machen

Zu den häufigsten Problemen gehören unsaubere Abteilungen, zu wenig Eigenhaar für eine Extensions-Strähne, zu geringe Abstände zur Kopfhaut, sichtbare Verbindungen und eine ungleichmäßige Verteilung. Auch eine falsche Temperatur oder unnötig langes Erwärmen kann die Verarbeitung erschweren.

Kontrolliere deshalb jede Verbindung direkt nach dem Einsetzen. Sie sollte sauber geschlossen sein und sich angenehm tragen lassen. Schmerzen oder dauerhaftes Spannungsgefühl sind kein normales Zeichen einer gelungenen Einarbeitung.

Bonding Extensions nach dem Einsetzen pflegen

Nach der Einarbeitung solltest du die Verbindungsstellen beim Bürsten mit der Hand stabilisieren und die Längen vorsichtig von unten nach oben entwirren. Pflegeprodukte wie Conditioner, Masken oder Öle gehören vor allem in die Längen und Spitzen und sollten nicht unnötig direkt auf die Keratinverbindungen gegeben werden.

Weitere Informationen zu unseren verfügbaren Haarqualitäten, Farben und Längen findest du bei den Bonding Extensions im Shop.

Fazit: Bonding Extensions selbst einsetzen braucht Sorgfalt

Bonding Extensions selber machen kann funktionieren, wenn du sorgfältig abteilst, passende Eigenhaarsträhnen auswählst und Keratin sowie Wärmezange korrekt verwendest. Eine pauschale Temperatur oder feste Erhitzungsdauer ist dabei nicht sinnvoll, weil sich Produkte und Geräte unterscheiden.

Wenn du unsicher bist oder die Platzierung am Hinterkopf nicht zuverlässig kontrollieren kannst, ist Unterstützung durch eine zweite Person oder eine professionelle Einarbeitung die bessere Wahl. Eine saubere Befestigung ist wichtiger als möglichst schnelles Arbeiten.